Managed Kubernetes – 4 Wege zu deiner Container-Orchestrierung

Datum: 26.03.2020

Managed KubernetesSeit einiger Zeit nehmen wir verstärkt wahr, dass es seitens unserer Kunden hohen Bedarf an fachlichem Austausch zum Thema Kubernetes gibt. Neben dem individuellen Austausch mit unseren Kunden und Interessenten und dem Teilen von Best-Practice, haben wir uns inzwischen auch mit diversen Formaten wie Whitepapern und Akademien auseinandergesetzt, um dem steigenden Informationsbedarf gerecht zu werden.

Kubernetes steht dabei nur stellvertretend für ein Paradigma der Softwareentwicklung, Architekturen großer Softwareprojekte zunehmend zu zerkleinern und aufzuteilen, um Funktionalitäten schneller entwickeln und releasen zu können, ein großes Projekt über mehrere Entwickler-Teams hinweg zu skalieren und um den Betrieb von Software-Projekten zu automatisieren. Immer wichtiger werden dabei Themen wie Continuous Integration und Continuous Development (CI/CD), mit denen sich zahlreiche Unternehmen intensiv auseinandersetzen.

MANAGED KUBERNETES

ANFORDERUNGEN, ANALYSEN, ANSÄTZE

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Was sind die Vorteile und Herausforderungen beim Einsatz von Managed Kubernetes? Welche Lösung ist für mein Unternehmen geeignet? Erfahre jetzt mehr in unserem Whitepaper.


In diesem Beitrag möchten wir dir gerne einen kurzen Einblick in die Welt der Container-Orchestrierung geben und im speziellen auf Kubernetes eingehen. Ergänzend zu diesem Artikel bieten wir dir weitere Materialien an, wie beispielsweise unser Whitepaper zu “Managed Kubernetes” .

Wie kommst Du eigentlich auf Kubernetes?

Vermehrt nehmen wir aus Gesprächen mit unseren Kunden mit, dass die Container-Orchestrierung mittels Kubernetes erst ein späterer Schritt in einer Kette von “Transformationen der Software-Entwicklung” ist. Oftmals beginnen die Entwickler-Teams mit Lösungen, die es erlauben einzelne Container vergleichsweise intuitiv zu verwalten. Häufig treffen wir hier auf Docker Swarm, gefolgt von Hashicorps Nomad.

Erst im Laufe der Zeit, vielleicht auch erst mit einer weiter wachsenden Container-Landschaft, stellen sich die IT-Experten dann Fragen zur Ökonomie im Betrieb von Container-Landschaften. Ökonomie steht hier weniger für direkte Kosten als vielmehr dafür, dass IT-Experten versuchen die wachsenden Anforderungen der Entwickler-Teams immer besser abzubilden, um eine höchstmögliche “Entwickler-Experience” zu bieten. Dabei kommt der Automatisierung der gesamten CI/CD-Landschaft von Unternehmen eine sehr hohe Bedeutung zu.

Wie kommst Du jetzt zu deinem Kubernetes?

Mit Kubernetes hat sich über die letzten Jahre eine Technologie auf dem Markt durchgesetzt, die verspricht einige zentrale Herausforderungen bei der Orchestrierung von Containern zu lösen. Dabei haben sich mehrere Möglichkeiten herausgebildet.

Diese lassen sich auf folgende Szenarien aufteilen: Entweder bauen Unternehmen eigene Kompetenzen im Betrieb von Kubernetes auf. Sie treffen Entscheidungen über den richtigen Load Balancer, über persistenten Storage und dessen Anbindung sowie über die richtigen Scheduler innerhalb Kubernetes. Oder alternativ dazu nutzen Unternehmen eine der mehr- oder weniger schlüsselfertigen Lösungen die im Cloud- und Hosting Markt angeboten werden.

configure, make K8s, make install

Der offensichtlichste Ansatz ist zunächst einmal die Kubernetes Plattform selbst aufzusetzen. Dies hat den Vorteil, dass du das System und die Technologie sehr gut kennenlernst. So sammeln deine Kollegen und du wichtige Erkenntnisse und Erfahrungen im Umgang und im Aufbau der Container-Architektur.

Dabei werdet ihr verschiedene Entscheidungen treffen müssen. Über den richtigen Load Balancer um die Container-Services zu routen oder wie ihr mit persistentem Storage umgehen wollt. Dieser Ansatz hat sich, unserer Erfahrung nach, vor allem für kleinere Testumgebungen bewährt. Ein guter Einstieg in die Thematik ist das Tutorial „Kubernetes the hard way“ von Google’s Kelsey Hightower.

Reseller oder Managed Hosting Provider

Kommt der Eigenbau für dich nicht in Frage, dann wäre die Suche nach einem geeigneten Dienstleister eine gute Option. Hier gibt es unterschiedliche Ansätze. Du kannst die komplette Plattform einfach einem Managed Hosting Provider zum Betrieb übergeben. Damit gibst du zwar das Zepter aus der Hand, hast im Umkehrschluss aber einen Dienstleister an deiner Seite, den du auf bestimmte Leistungen und Funktionalitäten verpflichten kannst.

Der Nachteil an Managed Hosting Providern ist aus unserer Sicht, dass es hier vergleichsweise wenig Standardisierung im Bereich der Container-Orchestrierung gibt. Die Anbieter halten für identische Anforderungen verschiedene Lösungen und Produkte bereit. Manche Managed Hosting Provider treten zudem noch als Reseller der großen Hyperscaler auf und lassen dir dann die Wahl zwischen einem, meist eingekauften, “Framework-Ansatz” und den Lösungsmodulen der wiederverkauften Hyperscaler.

Als Hersteller einer eigenen Lösung wissen wir, wie wichtig die kompromisslos hohe Fachkompetenz in komplexen Container-Orchestrierungen wie Kubernetes für den Erfolg von Projekten ist, die sich auf diesen Unterbau verlassen. Wir schauen daher vergleichsweise skeptisch auf Angebote von Service-Providern, die keine eigene Wertschöpfung betreiben.

Cloud Provider plus moderne GUIs

Einen ganz interessanten und anderen Ansatz bietet beispielsweise das Hamburger Unternehmen loodse. Loodse versucht die Komplexität einer Container-Orchestrierung zumindest auf der GUI-Ebene zu reduzieren und durch eine moderne Weboberfläche die Verwaltung von Workloads jeder Art zu vereinfachen. Diese Software kann sowohl die APIs der Hyperscaler als auch den oben schon erwähnten Framework-Ansatz steuern.

Diese Lösung geht vor allem Probleme auf der Organisations- und Administrationsebene an, ist aber für sich gesehen keine eigenständige Kubernetes-Lösung sondern muss mit anderen Services kombiniert werden. Dennoch ist dies, aus unserer Sicht, ein ausgezeichneter Ansatz um erfolgreich eine Container-Orchestrierung auf Basis von Kubernetes bereitzustellen.

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Anforderungen, Analysen, Ansätze

Native Cloud Provider

Im Unterschied zu den bisher vorgestellten Varianten, die sich jeweils aus unterschiedlichen Tools, Services und Angeboten zusammensetzen um eine komplette Container-Orchestrierung abzubilden, gibt es natürlich noch den “Cloud Native” Ansatz. Hierbei setzen die jeweiligen Anbieter auf eine hochautomatisierte Komplettlösung, die oft auch um spezifische Services erweitert werden können.

Bei “schlüsselfertigen” Kubernetes Lösungen kümmert sich der Anbieter um die kontinuierliche Entwicklung und Aktualisierung, den Betrieb, das Kapazitätsmanagement, die Überwachung der Plattform und die Sicherheitsupdates.

Allerdings werfen dir auch die “schlüsselfertigen” Lösungen unter Umständen noch ein paar Steine in den Weg. So kann es sein, dass du dich noch für einen Load Balancer oder einen persistenter Storage entscheiden musst, die sich dann im günstigen Fall über die Platform-Services des Anbieter recht einfach einbinden lassen.

Ein Nachteil an der Zusammenarbeit mit großen Cloud Native Anbietern besteht häufig in den wenig benutzerfreundlichen Oberflächen. Hier kannst du leider nur mit wenig Unterstützung oder Austausch rechnen, da die Unternehmen sich zumeist komplett auf einen self-service Ansatz konzentrieren.

Genau hier hebt sich das Native Cloud Angebot von gridscale ab. Du kannst auf eine benutzerfreundliche und intuitive Oberfläche zugreifen, die bereits alle wichtigen Vorkonfigurationen für deinen individuellen Workload bereitstellt. Dadurch gelingt der Einstieg in eine Container-Orchestrierung in wenigen Minuten und lässt sich gleichzeitig später noch anpassen, wenn sich die Anforderungen an die Plattform verändern.

Tja und nun?

Dieser Beitrag sollte dir einen kleinen Überblick verschaffen. Mit diesen Informationen wird es dir gelingen, nun eine erste Entscheidung zu treffen. Wenn du dich tiefer in das Thema Kubernetes einarbeiten möchtest, dann lade dir doch unser Whitepaper zu dem Managed Kubernetes auf gridscale herunter.

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Henrik Hasenkamp

Henrik Hasenkamp | CEO - Strategie & Partner
Henrik übernimmt die Rolle des CEO bei gridscale. Er verantwortet damit vorwiegend den strategischen Unternehmensaufbau und wichtige Partnerschaften. Henrik bringt 15 Jahre Erfahrung aus der Hosting-Industrie in gridscale ein. Er verantwortete zuletzt als Markengeschäftsführer bei einem der größten europäischen Hosting-Unternehmen die internationale Neuausrichtung des dedizierten Server-Hosting-Geschäfts.

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