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Cloud Management Platform – Komplexität einfach meistern

Datum: 22.01.2020

Cloud Management Multi-CloudDie Zahlen sind eindeutig: Laut der Crisp-Studie „Multi-Cloud-Management im deutschen Mittelstand“ sind Single-Cloud-Architekturen bald Geschichte. Mehr als zwei Drittel der mittelständischen Unternehmen in Deutschland setzen zukünftig auf Hybrid- oder Multi-Cloud-Strukturen.

Um die Herausforderungen in Bezug auf Sicherheit und Management dieser Multi-Cloud-Umgebungen zu meistern, kommen Unternehmen nur schwerlich am Einsatz einer Cloud Management Platform (CMP) vorbei. Nur so lässt sich die Komplexität in den Griff bekommen und die strategischen Vorteile einer Multi Cloud ausschöpfen. Mit einer einfachen Virtualisierungsmanagement-Konsole lassen sich solche IT-Architekturen nicht mehr verwalten.

Cloud-Kapazitäten planen und verwalten

Eine Cloud Management Platform adressiert IT-Administratoren, Infrastructure Manager oder CTOs und bietet ihnen eine globale Sicht und Kontrolle über ihre gesamte IT-Infrastruktur. Dies ermöglicht es einem IT-Team, cloud-basierte Dienste zu überwachen, Kapazitäten zu planen und Workloads bereitzustellen, die alle Verfügbarkeits- und Leistungsanforderungen erfüllen.

Auf der grundlegenden Ebene ermöglicht ein CMP den Benutzern die Verwaltung ihrer Cloud-Ressourcen durch eine Orchestrierungssuite, die Cloud-Verwaltungsaufgaben automatisiert. Es muss in der Lage sein, einen vollständigen Überblick über jede betriebene Cloud-Umgebung zu bieten – sowohl für öffentliche als auch für private Implementierungen. Das CMP entdeckt so Ressourcen in der Cloud-Infrastruktur und stellt sicher, dass ein Unternehmen sie optimal nutzt.

Eine CMP basiert auf einer automatischen Orchestrierung. Sie automatisiert beispielsweise den Prozess, freie Ressourcen im Netzwerk zu finden. Anstatt zu warten, bis das IT-Team verschwendete Ressourcen entdeckt, behebt der CMP automatisch Probleme mit der Ressourcennutzung.

Die Software kombiniert dafür eine Reihe von Funktionen oder Modulen, die das Management verschiedener Cloudumgebungen – Public, Private und Hybrid – ermöglichen. Dabei geht es nicht nur um Hardware, Netzwerk, Storage, VMs, sondern auch um IT-Tools wie Monitoring, Workflows oder Automatisierungswerkzeuge.

Mehrere integrierte Software-Tools

Cloud Management Platforms bestehen aus mehreren integrierten Software-Tools. Der genaue Funktionsumfang variiert je nach Anbieter. Laut der Cloud Working Group (CWG) – einer Interessenvertretung für Cloud-Nutzer – beinhaltet eine CMP unter anderem Selbstbedienungs- sowie Berichts- und Analysefunktionen, um Einblicke in das Verbrauchsverhalten von Cloud-Services im Unternehmen zu gewinnen.

Das Ressourcenmanagement ermöglicht es, die Cloud Computing-Ressourcen zu managen. Dazu gehören virtuelle Maschinen, Speicher und Netzwerke. Darüber hinaus kann die CMP Funktionen zur Migration von Ressourcen zwischen Umgebungen wie privaten und öffentlichen Clouds beinhalten.

Cloud-Kosten transparent machen

Ein großes Thema in Multi-Cloud-Umgebungen sind die Kosten. Immer mehr Unternehmen verabschieden sich davon, zentrale Budgets für IT-Ressourcen bereitzustellen. Stattdessen planen die jeweiligen Bereiche ihre IT-Budgets selbst. Trotzdem werden die jeweils benötigten Ressourcen zentral verwalte, damit sich die IT nicht zu einem unkontrollierbaren Wildwuchs mit einem hohen Anteil von Schatten-IT entwickelt.

Eine Cloud Management Plattform muss daher Funktionen bieten, mit denen sich Ausgaben automatisiert verfolgen und bestimmten Benutzern oder Fachabteilungen zuordnen lassen. Dies beinhaltet auch die Möglichkeit, Rückbuchungsberichte zu erstellen und zukünftige Cloud-Kosten zu prognostizieren. Über eine CMP können Administratoren auch die richtlinienbasierte Kontrolle von Cloud-Ressourcen sowie Sicherheitsfunktionen wie Verschlüsselung oder Identitäts- und Zugriffsmanagement durchsetzen.

Der Self Service bietet Fulfillment- und Administrationsfunktionen und unterstützt die Bereitstellung und De-Provisionierung von Cloud-Ressourcen. Die Nutzer stellen hier Server-, Storage- und Netzwerk-Konfigurationen selbst zusammen und implementieren sie per Mausklick. Eine Liste von Konfigurationsvorlagen unterstützt sie bei der Auswahl mit einem vordefinierten Satz von Diensten und individuell konfigurierbaren Services. Als Vorlagen gespeichert, lassen sich dann Konfigurationen für andere Dienste duplizieren.

Cloud-Kostenmanagement

Unternehmen wollen ihren Ressourcenverbrauch steuern, um die Kosten zu senken. Ungenutzte Ressourcen belasten die Finanzen des Unternehmens. Die Verwaltung des Cloud-Betriebs stellt sicher, dass alle Ressourcen ausreichend genutzt und die Höhe der verschwendeten Ausgaben reduziert werden.

Kostenmanagement-Dashboards überwachen den Ressourcenverbrauch in Echtzeit und bieten Transparenz und Kontrolle über Leistung, Verfügbarkeit und Kapazitätsauslastung. Mit ihnen lassen sich auch Kosten modellieren und Metriken erstellen.

Auf Basis der Verbrauchsinformationen können IT-Abteilungen Rechnungen erstellen. Ein entscheidendes Merkmal für Unternehmen, die die Kosten auf Innendienste – Vertrieb, Marketing, HR, Buchhaltung, Entwickler – aufteilen wollen. Oder für Dienstleister und Cloud-Anbieter, die nach dem Verbrauch des Kunden fakturieren.

CMP ist auch ein Werkzeug, mit dem sich die technische Nutzung der Infrastruktur optimieren lässt. So sind Echtzeit-Analysen und -Berichte sowie prädiktive Analysen erforderlich, um die Kosten zu senken. So lassen sich auch Trends der Infrastrukturnutzung verfolgen: Wann war sie am stärksten belastet? Zu welcher Tageszeit? An welchem Tag des Monats? Zu welcher Jahreszeit? Welcher interne Kunde?

Server hochfahren mit hinterlegten Regeln

CMP führt auch das Servermanagement mit Netzwerk- und Speichertechnologien zusammen. So lässt sich festlegen, welche Art von Speicher – NAS, SAN, Direct Attached Storage, Shared Block Level Storage – oder Netzwerk für welchen Service verwendet werden soll.

Auch das Hochfahren von neuen Servern lässt sich mit einer Cloud Management Platform automatisieren. Dafür hinterlegen IT-Administratoren Regeln, zum Beispiel: Stelle einen neuen Server jedes Mal dann bereit, wenn ein physischer Server bis zu 70 Prozent genutzt wird. Oder: Füge 2 GB RAM hinzu, wenn eine virtuelle Maschine bis zu 75 Prozent ausgelastet ist.

Und nicht zuletzt ermöglichen es Governance-Funktionen einem Administrator, kritische Geschäftsprozesse zu verwalten und Aufgaben nach definierten Regeln zu automatisieren. Dazu gehören Sicherheitsfunktionen wie die Verschlüsselungsverwaltung, die rollenbasierter Zugriffskontrolle und die Benutzerauthentifizierung.

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