Lift-and-Shift & Co: Welcher Weg in die Cloud passt für mich?

Datum: 30.03.2020

Lift and Shift Cloud gridscale
Von Lift-and-Shift bis Full Rebuild. Es führen viele Wege in die Cloud. Nicht jeder Weg eignet sich für jede Anwendung in jedem Fall. Anwendungen großer Unternehmen wurden oft über viele Jahre oder gar Jahrzehnte immer weiterentwickelt. Sie funktionieren so, wie sie sind. On-premises.

Der Leitspruch „Never touch a running system“ trägt weit, doch irgendwann stellt sich für jede Anwendung die Frage, ob sie den Anforderungen des digitalen Zeitalters noch gewachsen ist; oder ob es nicht an der Zeit wäre, den Umzug in die Cloud zu wagen.

Ein guter Zeitpunkt für die Prüfung eines Wechsels ist im Vorfeld einer größeren Investition in die IT-Infrastruktur; oder wenn eine Anwendung zusätzliche Kapazitäten oder neue Funktionen benötigt. Der Transfer in eine Infrastructure-as-a-Service-Umgebung via Lift-and-Shift oder in eine Platform-as-a-Service-Umgebung via Lift-and-Extend kann sinnvoller sein als der weitere Einsatz lokaler Infrastruktur. Die zusätzlich benötigten Kapazitäten und Funktionen könnten auch via Hybrid Extension in der Cloud angelegt werden, mit ihrer offenen und erweiterungsfähigen Architektur. Das volle Potenzial einer Plattform lässt sich mit Full Rebuild ausschöpfen.

Doch wie groß ist das Risiko? Wie hoch sind die Kosten und welcher Entwicklungsaufwand ist damit verbunden? Welcher Weg ist für meine Anwendung der Richtige? Soll es Lift-and-Shift sein, Lift-and-Extend, Hybrid Extension oder gar ein Full Rebuild?

Die Wege in die Cloud

Lift-and-Shift

Beim Lift-and-Shift-Szenario wird die komplette Anwendung, so wie sie ist, von der eigenen Infrastruktur in die Cloud-Infrastruktur kopiert, wo sie von der state-of-the-art Hardware profitiert. gridscale setzt ausschliesslich auf Enterprise-Hardware.

Auch wenn die Relevanz dieses Szenarios gegenüber Lift-and-Extend nachgelassen hat, gibt es noch viele Use Cases: Zum Beispiel, wenn Schnelligkeit und Budget an erster Stelle stehen, wenn technologische Altlasten beseitigt werden sollen oder wenn die Kosten des Rechenzentrums so rasant steigen, dass die Anwendung „zwischengelagert“ werden muss.

Am besten geeignet sind Anwendungen, die schon cloud-ready sind. In allen anderen Fällen empfiehlt sich eine Abwägung zwischen den ad-hoc Einsparungen un anfallenden laufenden Kosten. Ein weiterer Use Case wären Legacy-Anwendungen, die in der Cloud von Security-Diensten wie rollenbasierter Zugriffskontrolle oder Multi-Faktor-Authentifizierung profitieren. Weitere Einsatzgebiete: Standardanwendungen und Disaster Recovery. Lift-and-shift ist eine schnelle Cloud-Migration, die wenig Ressourcen beansprucht; es muss kein großes Team eingesetzt werden.

Lift-and-Extend

Beim Lift-and-Extend-Szenario wird die Anwendung für die Plattform optimiert, wobei Funktionalität und Nutzererlebnis erhalten bleiben. Die Anwendungsarchitektur kann hier auch auf Microservices/Container umgestellt werden.

Für die Optimierung der Anwendung fallen anfangs mehr Kosten an, die sich allerdings durch niedrigere laufende Kosten schnell wieder rentieren. Die Optimierung führt außerdem zu mehr Sicherheit und höherer Stabilität. Lift-and-Extend bietet sich für Unternehmen an, die einen effizienten Dauerbetrieb anstreben und die vielfältigen Möglichkeiten der Cloud-Plattform nutzen wollen.

Hybrid Extension

Beim Hybrid Extension-Szenario bleibt die on-premises Infrastruktur erhalten. Neue Funktionen und zusätzliche Kapazitäten werden jedoch über die Cloud bereitgestellt und über eine sichere Hybrid-Verbindung mit den internen Anwendungen verbunden.

Hybrid Extension ist ein schneller Ansatz mit minimalem Risiko. Unternehmen können Kapazitäten in der Cloud nutzen, ohne Änderungen an Betriebssystemen, Applikationen oder der bestehenden Infrastruktur vornehmen zu müssen.

Dieser Weg bietet sich an, wenn Lastspitzen und saisonale Schwankungen beim Ressourcenverbrauch abgefangen werden sollen, wenn neue Funktionen geplant werden, oder wenn es darum geht, erste Schritte in der Cloud zu wagen. Es ist auch eine Alternative zu Hardware-Investitionen.

Durch den Wechsel zwischen Cloud und eigenem Rechenzentrum können allerdings entfernungsabhängig Latenzzeiten beim Datentransfer entstehen. Ein Cloud-Standort in Deutschland wie bei gridscale ist hier von Vorteil.

Full Rebuild

Beim Full Rebuild-Szenario führt ein Entwicklerteam die komplette Neuentwicklung der Anwendung unter Berücksichtigung von Cloud-Native Paradigmen durch. Aufgrund der damit verbundenen Kosten ist dieser Weg vor allem für ausgewählte business-kritische Systeme geeignet, bei denen die Cloud-Optimierung einen großen positiven Einfluss auf Kosten und Umsätze hat.

Durch die weitreichende Nutzung der Vorteile von Cloud-Frameworks und -Funktionen, inklusive plattformeigener Entwickler-Tools, werden die pay-per-use-Kosten gering gehalten. Dem zeit- und kostenintensiven Prozess upfront steht deshalb der besonders kosteneffiziente Betrieb gegenüber. Dass die Potenziale für das eigene Business mit Full Rebuild am besten verwirklicht werden, bedeutet auch eine starke Bindung an den Provider.

Wir unterstützen dich bei jedem Szenario

Welchen Weg du für deine Anwendung auch wählst, gridscale stellt dir Infrastrukturen und Plattformen zur Verfügung, die du intuitiv an deine Bedürfnisse anpassen kannst. Als Cloud Computing-Experten haben wir viele Tools entwickelt, die dir auf dem Weg helfen. Vieles läuft ganz automatisch im Hintergrund – wie Magie.

Drei Punkte, die uns wichtig sind:

  • Wir bieten die Nähe, Sicherheit und den Datenschutz eines deutschen Data Centers.
  • Wir glauben nicht an Datensilos. Durch unsere API behältst du volle Kontrolle.
  • Dank Machine Learning sind wir im Bereich der Fehlerprävention führend und können dir ein 100%ige SLA anbieten.

Nimm jetzt Kontakt zu uns auf und starte deinen Weg in die Cloud!

Zurück zur Übersicht