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Installation von Wordpress Ubuntu 16.04 LTS oder Debian 8

vom gridscale Team CMS LAMP Stack Ubuntu WebServer
tutorial - WordPress auf ubuntu/debian installieren

WordPress schnell und einfach installieren

WordPress hat sich in den letzten Jahren zu dem am meist verbreitetsten Content Management Systemen entwickelt. Auf inzwischen mehr als 25% aller Webseiten im Internet, wird WordPress eingesetzt. Ein Grund, warum WordPress so erfolgreich ist, weil es einfach einfach ist. So reicht schon ein kleiner Cloud Server mit wenigen Ressourcen aus, um WordPress erfolgreich installieren und betreiben zu können. Darüber hinaus hat WordPress eine sehr große Entwickler-Community, die unzählige Plugins, Funktionen, Themes und Erweiterungen bereitstellen.

In diesem Beitrag möchte ich kurz die Schritte zusammenfassen, wie du erfolgreich dein WordPress auf einem Ubuntu 16.04 LTS installieren und betreiben kannst. Die Anleitung ist ebenfalls auf Debian 8 übertragbar.

Schaffe ein paar Voraussetzungen

Erstelle dir bei einem Anbieter deiner Wahl einfach einen neuen Cloud Server. Bei gridscale kannst du direkt ein entsprechendes Betriebssystem (Ubuntu 16.04. LTS oder Debian 8) auswählen und bist in 20 Sekunden startklar.

Melde dich auf deinem neuen Cloud Server per SSH als Benutzer root an und folge den nächsten Schritten

Schritt 1 – Installiere einen MySQL Server

Sofern du auf deinem neuen Cloud Server noch keinen MySQL Server installiert hast, hole das jetzt nach:

$ apt-get -y install mysql-server

Während der Installation wirst du nach einem Passwort für den MySQL-Administrator (root) gefragt, bitte gebe dieses Passwort ein oder lasse es leer, wenn du kein Kennwort setzen möchtest.


Nach Abschluss der Installation ist MySQL auch schon einsatzbereit.

Schritt 2 – Erhöhe die Sicherheit deines MySQL Servers

Unter Debian und Ubuntu liefert dir das Paket ‚mysql-server‘ eine kleine Unterstützung mit, die dir erlaubt ganz einfach die Installation deines MySQL Servers abzusichern. Führe dazu folgendes aus:

$ mysql_secure_installation

Du wirst nun nach deinem Kennwort für den MySQL Administrator gefragt. Gebe das Kennwort an bzw. lasse das Feld leer, wenn kein Kennwort gesetzt ist.

Nun wirst du durch ein paar Optionen geführt, um den MySQL Server sicherer zu machen. Der Dialog sollte dem folgenden sehr ähnlich sein:

$ mysql_secure_installation
NOTE: RUNNING ALL PARTS OF THIS SCRIPT IS RECOMMENDED FOR ALL MySQL
SERVERS IN PRODUCTION USE! PLEASE READ EACH STEP CAREFULLY!
In order to log into MySQL to secure it, we'll need the current
password for the root user. If you've just installed MySQL, and
you haven't set the root password yet, the password will be blank,
so you should just press enter here.

Enter current password for root (enter for none):
OK, successfully used password, moving on...

Setting the root password ensures that nobody can log into the MySQL
root user without the proper authorisation.

You already have a root password set, so you can safely answer 'n'.

Change the root password? [Y/n] n
... skipping.

By default, a MySQL installation has an anonymous user, allowing anyone
to log into MySQL without having to have a user account created for
them. This is intended only for testing, and to make the installation
go a bit smoother. You should remove them before moving into a
production environment.

Remove anonymous users? [Y/n] y
... Success!

Normally, root should only be allowed to connect from 'localhost'. This
ensures that someone cannot guess at the root password from the network.

Disallow root login remotely? [Y/n] y
... Success!

By default, MySQL comes with a database named 'test' that anyone can
access. This is also intended only for testing, and should be removed
before moving into a production environment.

Remove test database and access to it? [Y/n] y
- Dropping test database...
ERROR 1008 (HY000) at line 1: Can't drop database 'test'; database doesn't exist
... Failed! Not critical, keep moving...
- Removing privileges on test database...
... Success!

Reloading the privilege tables will ensure that all changes made so far
will take effect immediately.

Reload privilege tables now? [Y/n] y
... Success!

Cleaning up...

All done! If you've completed all of the above steps, your MySQL
installation should now be secure.

Thanks for using MySQL!

Schritt 3 – Erstelle eine Datenbank für WordPress

Nun erstelle eine neue Datenbank für WordPress. Dazu meldest du dich per Benutzer ‚root‘ auf deinem MySQL-Server an.

$ mysql -u root -p

Sofern du kein Kennwort gesetzt hast, lass den Parameter ‚-p‘ weg. Du solltest das MySQL prompt erhalten. Hier kannst du MySQL nun konfigurieren, neue Benutzer und Datenbanken anlegen und Rechte vergeben.

Also Datenbank anlegen:

$ create database wordpress;

Wenn du ein MySQL Kommando abschickst, achte darauf das dieses mit einem ‚;‘ endet. Andernfalls erkennt MySQL nicht, dass du das Kommando zur Ausführung abgeschickt hast und wartet auf weitere Eingaben. Wenn du das ‚;‘ einmal vergessen solltest, tippe es einfach nachträglich in der neuen Zeile ein. MySQL baut daraus das richtige Kommando.

Nun solltest du noch einen eigenen Benutzer für die neue Datenbank anlegen. Ich benenne die Benutzer meistens identisch zur Datenbank, auf die ein Benutzer zugreifen soll. Du kannst dir aber auch einen anderen Benutzernamen ausdenken. Nachfolgend lege ich den Benutzer mit dem Kennwort ‚mein_passwort‘ an, am besten du ersetzt diesen String gegen ein sicheres Kennwort.

$ create user wordpress@localhost identified by 'mein_passwort';

Nun hast du einen Benutzer und eine Datenbank, aber es sind noch keine Rechte vergeben, damit der neue Benutzer auch auf die neue Datenbank zugreifen kann.

Am einfachsten ist es sicherlich, pauschal alle Berechtigungen für den Benutzer ‚wordpress‘ auf die Datenbank ‚wordpress‘ zuzuweisen. Das geht mit folgendem Kommando:

$ grant all privileges on wordpress.* to wordpress@localhost;

MySQL cached die Rechte, du musst MySQL also anweisen die Rechtetabellen neu einzulesen. Anschließend verlässt du das MySQL Promt:

$ flush privileges;
$ exit;

Das war es auch schon, weiter geht es mit dem nächsten Schritt.

Schritt 4 – WordPress herunterladen und konfigurieren

Du kannst WordPress natürlich per Paketmanager installieren (apt-get install wordpress). Ich bevorzuge allerdings immer die neuste WordPress Version einzusetzen. Da die Installation nicht sonderlich schwer ist, probiere es doch einfach mal ob du damit zurecht kommst.

Zunächst lade dir die neuste Version von WordPress herunter:

$ mkdir -p /var/www
$ cd /var/www
$ wget http://wordpress.org/latest.tar.gz -O - | tar xvfz -

Du solltest nun in dem Verzeichnis /var/www ein neues Verzeichnis mit Namen ‚wordpress‘ vorfinden. Damit WordPress funktioniert, brauchst du noch ein paar weitere Pakete. Installiere sie einfach aus dem Ubuntu- oder Debian Repository.

Achtung, bei Ubuntu befindet sich das Paket libssh2-php nicht in den Standard LTS Repositories, es kann sein das du zunächst das Universe-Repository in der Datei /etc/apt/sources.list aktivieren musst.

$ apt-get -y install php5-gd libssh2-php

Nun geht es an die Konfiguration von WordPress. Das meiste wirst du nachher über den Web-Installer erledigen, es gibt nur ein paar Vorbereitungen die auf der Konsole notwendig sind. Gehe zunächst in das neue Verzeichnis ‚wordpress‘

$ cd wordpress

Du müsstest in dem Verzeichnis ein Konfigurationsbeispiel finden. Kopiere diese Datei einfach, damit wir darin Änderungen vornehmen können.

$ cp wp-config-sample.php wp-config.php

Nun öffne die Datei mit einem Texteditor deiner Wahl (nano, pico, vi, emacs etc…)

$ vi wp-config.php

Suche in der Datei nach den Einstellungen für deine Datenbank und konfiguriere dort die Zugangsdaten für den neuen Datenbank Benutzer.

// ** MySQL settings - You can get this info from your web host ** //
/** The name of the database for WordPress */
define('DB_NAME', 'wordpress');

/** MySQL database username */
define('DB_USER', 'wordpress');

/** MySQL database password */
define('DB_PASSWORD', 'mein_passwort');

Anschließend speicherst du die Datei und verlässt den Editor.

Schritt 5 – Installiere einen Webserver

Nun brauchst du noch einen Webserver, der dein neues WordPress ausliefern kann. Ein sehr gängiger Webserver ist beispielsweise Apache oder nginx. In dieser Anleitung verwende ich den Apache Webserver. Zunächst einmal die Installation:

$ apt-get -y install libapache2-mod-php5 php5-mysql

Du wunderst dich vielleicht, warum ich nicht direkt den Apache2 installiere. apt-get ist ein cleverer Paketmanager und bei der Selektion des mod-php5 für apache2 erkennt der Paketmanager, dass er noch weitere Pakete herunterladen und installieren muss, damit ich mod-php5 für den Apache überhaupt verwenden kann.

Nun änderst du ein Parameter in der Standard-Konfiguration des installierten Webservers und bist fast fertig. Gehe in das Konfigurationsverzeichnis vom Apache2:

$ cd /etc/apache2/sites-enabled

 

Editiere dort die Datei ‚000-default.conf‘ (wieder mit deinem Lieblingseditor):

$ vi 000-default.conf

Passe einfach den Pfad für das DocumentRoot an:

DocumentRoot /var/www/wordpress

und starte nun den Webserver neu

$ /etc/init.d/apache2 restart

Schritt 6 – Rufe die Konfiguration deines WordPress auf

Wenn alles funktioniert hat, dann solltest du jetzt über einen Browser deinen neuen Cloud Server erreichen können und direkt auf der Konfigurationsseite deines neuen WordPress landen.

Lege einen Seiten-Titel fest, gib einen Benutzernamen und ein Kennwort für den Administrator ein und klicke auf weiter und melde dich anschließend mit deinen neuen Zugangsdaten im WordPress an.

Damit WordPress Daten auf deinem Cloud Server ändern und anlegen kann, ist es nötig noch die Rechte anzupassen. Am einfachsten gibst du dem Webserver die Berechtigungen auf dein WordPress-Verzeichnis. Das geht mit folgendem Kommando:

$ chown -R www-data:www-data /var/www/wordpress

Das war es auch schon. Glückwunsch, dein neuer WordPress Blog ist installiert und du kannst loslegen.

WordPress schnell und einfach installieren WordPress hat sich in den letzten Jahren zu dem am meist verbreitetsten Content Management Systemen entwickelt. Auf inzwischen mehr als 25% aller Webseiten im Internet, wird WordPress eingesetzt. Ein Grund, warum WordPress so erfolgreich ist, weil es einfach einfach ist. So reicht schon ein kleiner Cloud Server mit wenigen Ressourcen […]

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