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How to gridscale

vom gridscale Team gridscale gui

Was ist gridscale?

gridscale ist die weltweit einfachste IaaS-Lösung. IaaS steht für „Infrastructure as a Service“. Bei gridscale kann man nicht nur einen Server mieten, sondern die gesamte Infrastruktur eines Rechenzentrums. Mehrere Serve, Storages und VLANs lassen sich mit wenigen Klicks erstellen und verbinden. Die bei gridscale erstellten Server sind binnen weniger Sekunden einsatzbereit.

Wie man im Einzelnen z.B. einen Server erstellt und mit gridscale arbeitet, dass zeige ich dir in diesem Artikel.

Inhaltsverzeichnis

Bei gridscale registrieren

Die Registrierung bei gridscale ist sehr einfach. Alles was du brauchst ist eine gültige E-Mail-Adresse und ein von dir gewähltes Passwort.

Registrieren bei gridscale

Du kannst gridscale jetzt schon nutzen, allerdings werden dir erst alle Features freigeschaltet, wenn du ein Zahlungsmittel hinterlegt und deine E-Mail-Adresse bestätigt hast.

Payment hinterlegen bei gridscale

Jetzt sollte dein Panel ungefähr so aussehen:

GUI first view bei gridscale

Unterteilt ist das Interface in fünf Module. Auf der linken Seite befindet sich das Hauptmenü. Hier kannst du Features wie den S3-kompatiblen Object Storage, deine IPs oder den Loadbalancer (LBaaS) verwalten und deinen aktuellen Verbrauch einsehen. Im mittleren Teil werden alle Server, alle Storages und VLANs aufgelistet. Es gibt zwei Darstellungsformen. Die Größe der Kacheln kannst du oben rechts bestimmen. Das System basiert auf Drag’n‘ Drop, aber dazu später mehr. Oben rechts, direkt über der Kachelansicht, befindet sich das Account-Menü. Hier kannst du alle Einstellungen deinen Account betreffend, wie zum Beispiel Zahlungsmittel, persönliche Daten oder deine Sub-Accounts einsehen und verwalten. Unten rechts gibt es noch den Chat. Hier kannst du dich kostenlos und unverbindlich 24/7 an den Support wenden.

Erster Server

Um einen Server zu erstellen, klicke auf „Server hinzufügen“. In dem Panel, das sich nun öffnet, kannst du einen beliebigen Namen für deinen Server festlegen. Anschließend legst du fest, wie viele Cores und wie viel RAM dein Server benötigt. Die Server bei gridscale sind auch ohne öffentlichen Internetzugang über das Panel mit Hilfe einer VNC-Konsole erreichbar. Wenn du den Server allerdings public betreiben willst, kannst du im nächsten Schritt eine IPv4- und eine IPv6-Adresse beantragen. Allerdings ist hierzu ein hinterlegtes Zahlungsmittel Voraussetzung. Im nächsten Schritt kannst du jetzt dem Server einen Storage hinzufügen. Das ist allerdings auch im Nachhinein noch möglich. Beim Storage kannst du, wie auch bei der Anzahl an Cores oder RAM, mit dem Schieberegler festlegen wie viel GB du benötigst. Außerdem kannst du zwischen drei unterschiedlichen IO-Klassen wählen. Im Expert-Mode hast du aktuell außerdem die Wahl zwischen zwei verschiedenen Verfügbarkeitszonen. Im letzten Schritt kannst du noch aus einem von vielen Templates wählen. Wenn du ein Template auswählst, ist das darin enthaltene Betriebssystem beim ersten Start des Servers bereits vorinstalliert. Root- bzw. Administrator-Passwort sowie Hostname kannst du im Auswahldialog festlegen. Wenn du das Betriebssystem selbst installieren willst, lass den Storage leer. Im nächsten Schritt kannst du eine ISO einlegen. Speichere deinen Server, wenn du mit allem zufrieden bist.

Server erstellen bei gridscale

Server Starten

Nachdem du deinen ersten Server erstellt hast, wird er nun im Bereich Server im Panel angezeigt. Der dazugehörige Storage ist unter den Storages zu finden. Wenn du mit der Maus über den Server oder den Storage hoverst, werden Linien dargestellt die kennzeichnen, welche Einheiten mit dem jeweiligen Server verbunden sind. Jetzt klicke auf den Namen um ins Server-Interface zu gelangen. Hier kannst du den Server starten, ein ISO-Image einlegen, RAM und Anzahl der Cores bearbeiten und Datenträger vom Server trennen. Nachdem du den Server gestartet hast, erscheint ein weiteres Symbol. Mit einem Klick auf dieses Symbol öffnest du die Konsole. Du kannst jetzt direkt mit dem Server interagieren, nicht nur via SSH oder RDP, sondern z.B. auch auf BIOS-Ebene. Dadurch kannst du jedes beliebige Betriebssystem installieren, solange du die entsprechende ISO einlegst. Da bei selbst installierten Windows-Betriebssystemen oft Treiber fehlen, liegt eine ISO mit den entsprechenden Treibern für Dich bereit. Du findest sie unter den von gridscale bereitgestellten ISOs.

Panel mit Server bei gridscale
Laufender Server bei gridscale

Zusätzlichen Storage zum Server hinzufügen

Um weiteren Storage zum Server hinzuzufügen, gibt es zwei Möglichkeiten. Den bereits verbundenen Storage im laufenden Betrieb erhöhen oder einen weiteren Storage anlegen und diesen mit dem Server verbinden. Um den Storage im laufenden Betrieb zu erhöhen, kannst du auf den Namen der entsprechenden Storages klicken und die Größe mit dem Schieberegler anpassen. Achtung! Verkleinern ist hier auch möglich, wird aber nicht empfohlen, da Datenverlust möglich ist. Bitte vor jedem Verkleinern einen Snapshot erstellen! Das Hinzufügen eines Datenträgers ist noch nicht im laufenden Betrieb möglich. Daher musst du die VM einmal herunterfahren. Anschließend kannst du einen weiteren Storage mit Klick auf „Storage hinzufügen“ erstellen. Auch hier kannst du wieder ein Template vorinstallieren, wenn du das möchtest. Boot Device ist aber immer der Datenträger der als erstes mit dem Server verbunden wurde. Möchtest du hin und her-switchen, so kannst du entweder den Bootloader entsprechend anpassen, oder den nicht benötigen Datenträger entfernen und als zweites hinzufügen. Wenn du auf deinen Server klickst, wird dir angezeigt von welchem Datenträger gebootet wird, wenn du den Server startest. Tipp: Wenn eine ISO eingelegt ist, wird diese immer als erstes gebootet.

ISO hinzufügen bei gridscale

Datenträger und Server wieder löschen

Das Löschen des Servers und des Storages sind genauso einfach wie das Erstellen. Ist der Server heruntergefahren, kannst du die entsprechenden Kacheln einfach auf den Papierkorb ziehen. Dieser erscheint auf der Kachel zum Hinzufügen, sobald du eine Kachel gedrückt hältst. Achtung! Wenn du einen Server löschst, hat das auf deine Daten keinen Einfluss, aber beim Löschen eines Storages werden alle Daten unwiederbringlich gelöscht! Sind deinem Server bei der Löschung noch Storages, ISOs oder IPs zugewiesen, werden diese wieder freigegeben – sie werden nicht automatisch mitgelöscht.

Storage löschen bei gridscale

Snapshot erstellen

Ein Snapshot ist ein exaktes Abbild des Zustandes deines Datenträgers, keine Kopie. Es ist eine kleine Datei, die im Prinzip nur die Änderungen auf dem Datenträger seit dem Erstellen des Snapshots vermerkt. Wird dieser zu einer beliebigen Zeit wiederhergestellt, werden alle gemachten Änderungen wieder rückgängig gemacht. Möchtest du ein Backup machen, solltest du den Snapshot in ein Template umwandeln, denn erst jetzt ist er vom Datenträger befreit. Das Template kannst du dann zum Beispiel in dein S3 exportieren. Um einen Snapshot zu erstellen, öffnest du einfach das Storage-Interface des Datenträgers und klickst auf „Snapshot erstellen“.

Snapshot erstellen bei gridscale

Die Snapshots können jederzeit wiederhergestellt werden oder in ein Template umgewandelt werden. Das Template kann dann für weitere Server genutzt werden. Achtung: Wenn ein Snapshot wiederhergestellt wird, geht der aktuelle Stand der Daten verloren. Erstelle also vorher einen weiteren Snapshot oder stelle sicher, dass keine wichtigen Daten verloren gehen. Außerdem kann ein Storage nicht gelöscht werden, solange noch Snapshots zu diesem Storage existieren.

Snapshot in Template umwandeln

Wie im letzten Kapitel schon angesprochen lassen sich aus jedem Snapshot Templates für neue Server anlegen. Bitte beachte hierbei, dass es sich bei dem Template um Eins-zu-eins-Kopien der Server handelt, so dass Passwörter, Hostnamen und manuell festgelegte IP-Adressen vom neuen System imitiert werden. Ein Template erstellst du durch Klicken auf das CD-Symbol in der Übersicht deiner Snapshots. Da hier mehrere GB kopiert werden, kann dies einige Zeit in Anspruch nehmen.

IPs verwalten

Wie schon zu Beginn angesprochen, befindet sich in dem Menü auf der linken Seite der IP-Manager. Dieser ist unterteilt in IPv4-Adressen und IPv6-Adressen. IP-Adressen, die in Verwendung sind, können nicht gelöscht werden. Zum Löschen müssen sie erst freigegeben werden. Möchte man eine IP-Adresse nicht löschen, sondern einem anderen Server oder einem Loadbalancer zuordnen, so muss sie ebenfalls freigegeben werden. Anschließend ist sie im Dropdown-Menü zur Auswahl der öffentlichen IP-Adressen wieder verfügbar.

IP Manager bei gridscale

Netzwerke anlegen und verwalten

Neben dem öffentlichen Netzwerk, das an einem DHCP-Server hängt, kannst du auch weitere, private Netzwerke anlegen. Für mehr Sicherheit in deinem Netzwerk, kannst du also zum Beispiel einen Server erstellen, der im öffentlichen Netzwerk hängt und in einem Privaten. Alle anderen Server dann im Privaten und der erste Server fungiert als Gateway. Wie fast alles bei gridscale ordnest du deine Server via Drag ’n‘ Drop den einzelnen Netzwerken zu. Ein neues Netzwerk lässt sich ganz einfach mit Klick auf „Neues Netzwerk“ anlegen. Bitte beachte, dass die privaten Netzwerke einfache Layer-2-Netzwerke sind. gridscale hat weder Einfluss noch Einsicht auf Traffic & Co und IP-Adressen müssen von Hand oder von einem eigenen DHCP-Server erstellt und zugeordnet werden.

Loadbalancer as a Service (LBaaS)

Wie der IP-Manager befindet sich auch das Interface für den Loadbalancer im linken Menü. Die Einrichtung ist hierbei sehr einfach. Der Loadbalancer ist aktuell noch in der Beta-Phase und wird dir kostenlos zur Verfügung gestellt. Ein „Loadbalancer“ ist, wie der Name schon sagt, nichts anderes als eine Weiche. Die Anfrage kommt an einer zentralen Stelle an und leitet dann auf einen ihr zugeteilten Server weiter. Stehen mehrere Server zur Verfügung (mit identischem Inhalt) werden die Anfragen gleichmäßig verteilt, so dass die Last (Load) auf allen Servern ausbalanciert wird. Über das Interface lässt sich mit wenigen Klicks ein Layer-4 oder Layer-7-Loadbalancer mit optionalem, kostenfreien Let’s Encrypt-SSL-Zertifikat erstellen. „Let’s Encrypt“ ist eine anerkannte Ausstellungsstelle für SSL-Zertifikate, die von den meisten Browsern akzeptiert werden. Voraussetzung für ein SSL-Zertifikat ist eine Top-Level-Domain oder eine Sub-Domain. Während des Erstellens des Loadbalancerers wirst du zuerst darum gebeten einen Namen festzulegen. Anschließend legst du die Zielserver-IP-Adresse fest. Hierbei ist es egal, ob die Server hinter den IPs bei gridscale liegen, oder nicht. Im Expert-Mode kannst du nicht nur die Ziel-IP, sondern auch den Port und die Gewichtung festlegen. Achte bitte darauf, dass Let’s Encrypt-Zertifikate aktuell nur auf dem Port 443 verfügbar sind.

S3-kompatibler Object Storage

Ebenfalls im linken Menü vertreten ist die Verwaltung des S3-kompatiblen Storages. Ebenso wie der LBaaS ist auch der S3-Storage noch in der Betaphase. Im Interface legt man einfach Zugangsdaten, so genannte Access-Keys, fest. Diese bestehen aus einem Key (entspricht dem Benutzernamen) und einem Secret (dem Passwort). In Verbindung mit der jeweiligen Domain, die oben im Interface angezeigt wird, ist es möglich sich mit jedem gängigen S3-Tool anzumelden. Jeder User hat automatisch Adminrechte. Der globale User wird über die UUID des gridscale-Users definiert. Es ist auch möglich anderen gridscale-Accounts, Ordner oder Buckets freizugeben. Hierzu später mehr. Selbstverständlich kann man seinen Storage auch über das Interface verwalten, bei großen Dateien oder einer hohen Anzahl an Dateien empfehle ich dir allerdings die Nutzung eines Tools. S3 baut auf sogenannte Buckets, also Eimer in denen dann wiederum Ordner und Dateien gelagert werden. Die Idee ist, pro Projekt oder Usecase einen Bucket zu erstellen, z.B. „Bilder“ oder „Projekt XY“. In den Bucket wiederum kann man, wie bei einem Datenträger oder Webspace, Daten und Ordner hochladen und diese freigeben. Es gibt vier Stufen der Freigabe. Secret und Key habe ich ja schon vorgestellt, außerdem deutete ich ja bereits an, dass man anderen gridscale-Usern die Daten freigeben kann. Diese Freigaben kann man auf einzelne Dateien oder Ordner, aber auch auf ganze Buckets erteilen. Die User können mit dem entsprechenden Link und ihrem eigenen Key dann die Daten einsehen. Die dritte Variante ist die des vorauthentifizierten Links. Es wird ein Link erzeugt mit einem Key der zum Lesen der Datei, des Ordners oder des Buckets berechtigt. Die Berechtigung kann man dabei jederzeit widerrufen. Die vierte Variante ist für Bilder die auf Webseiten eingebunden werden sollen empfohlen. Man kann einzelne Dateien, Ordner oder Buckets public verfügbar machen. S3-Links sind logisch aufgebaut. Sie gehen immer nach dem gleichen Schema:
https://[Server]/[Bucket]/[Ordner]/Datei?[AWSAccessKeyId]&[ExpireDate]&[Signature] . Ist der Ordner Public endet der Link nach der Datei.

Zusammenfassung

gridscale legt viel Wert darauf, alles so einfach wie möglich zu machen. Viele Features, die normalerweise den Profis vorbehalten sind, sind bei gridscale ganz einfach. Wenn du jetzt noch Fragen hast, zögere nicht uns anzuschreiben oder anzurufen. Bist du einmal im Panel eingeloggt, findest du unten rechts unseren Chat. Unsere Experten erklären dir gerne Schritt für Schritt unser System und beantworten dir auch sonst jede Frage zu deinem Setup.

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Übrigens: kennst du schon unser Tutorial zum Thema Getting Started mit der gridscale API?

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