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Eigenen Nextcloud-Server auf Ubuntu 16.04 & 18.04 LTS installieren

vom gridscale Team Filehosting nextcloud Ubuntu

Mit Nextcloud zum Cloud Storage Server

Seine Daten überall und jederzeit zur Verfügung zu haben, ist heutzutage ganz einfach zu realisieren. Es gibt viele Cloud-Storage Provider die diesen Service für Jedermann verfügbar machen. Doch es ist nicht nur aus Datenschutzgründen sinnvoll, das ganze selbst unter Kontrolle zu haben. Alles was man dafür braucht ist ein stabiler Server mit guter Internet-Anbindung im Upload und Download, genügend Speicherplatz für alle Daten sowie eine Domain, die auf den eigenen Server verweist. Als Betriebssystem ist Ubuntu 16.04 LTS zu empfehlen. Es ist kostenlos, leicht zu bedienen und sehr kompatibel mit aktuellster Software. Außerdem gibt es eine große Auswahl an Software, die aus einem Ubuntu ein Cloud Storage Server macht.

Eine der in Frage kommenden Softwarelösungen heißt Nextcloud. Ein starker Fokus auf Sicherheit sowie der große Funktionsumfang machen Nextcloud zu einer sehr guten Wahl für deine Daten. Für den sicheren Zugriff ist in Nextcloud eine Kerberos-Authentifizierung sowie eine Zwei-Faktor-Authentifizierung integriert.

In diesem Tutorial zeigen wir dir, wie Nextcloud auf Ubuntu 16.04 LTS & 18.04 LTS installiert und eingerichtet wird. Wir installieren die aktuellste verfügbare Nextcloud-Version 13.0.3, Version 13.0.3 ist im Juni 2018 erschienen und bringt einige wichtige Verbesserungen in Sachen Zuverlässigkeit und Sicherheit mit.

Vorbereitungen

Wir haben für unser Tutorial in wenigen Klicks einen gridscale Cloud-Server mit Ubuntu 18.04 LTS Template aufgesetzt. Wie das geht, zeigen wir dir in unserem Tutorial How to gridscale.

Zuerst musst du dich via ssh mit deinem Ubuntu Server verbinden oder dein Terminal öffnen, sollte lokaler Zugriff möglich sein.

Dann bringst du zunächst deinen Server auf einen aktuellen Stand:

apt update -y && apt upgrade -y

Bevor wir mit der eigentlichen Installation starten müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein.

Folgende Komponenten werden für die Nextcloud Installation benötigt:

  • Apache Server
  • MariaDB oder MySQL
  • PHP 7+

oder kurz gesagt ein LAMP-Stack. Wie du die einzelnen Komponenten unter Ubuntu 16.04 LTS und Ubuntu 18.04 LTS installierst, habe ich dir bereits in den folgenden zwei Tutorials gezeigt:

LAMP-Stack auf Ubuntu 18.04 LTS mit PHP 7.2 und Apache 2.4
LAMP-Server mit PHP 7.2 und Apache 2.4 auf Ubuntu 16.04 installieren

Nach deiner Installation fehlen noch ein einige PHP-Module die von Nextcloud benötigt werden.

apt-get install php7.2-gd php7.2-json php7.2-mysql php7.2-curl php7.2-mbstring
apt-get install php7.2-intl php-mcrypt php-imagick php7.2-xml php7.2-zip

In der offiziellen Nextcloud Dokumentation kannst du eine Liste einsehen, in der alle benötigten sowie optionale PHP-Module aufgeführt werden: Nextcloud – Prerequisites for manual installation

Jetzt ist dein Server so weit, um mit der Installation fortfahren zu können.

Nextcloud installieren

Leider bietet Nextcloud aktuell noch kein Paket zur Installation über APT an. Daher ist es nötig die aktuellste Version, zum jetzigen Zeitpunkt Version 13.0.3, direkt von der Herstellerseite herunter zu laden.

Um das Archiv direkt auf den Server zu laden, kann wget verwendet werden:

wget https://download.nextcloud.com/server/releases/nextcloud-13.0.3.tar.bz2

Im nächsten Schritt muss das heruntergeladene Archiv in dein Web-Root-Verzeichnis nach /var/www/html/ entpackt werden:

tar -xjvf nextcloud-13.0.3.tar.bz2 -C /var/www/html/

Dann musst du dem Server noch die Rechte über den Ordner nextcloud geben:

chown -R www-data:www-data /var/www/html

Im letzten Schritt musst du dann noch deinen Apache Server neu starten:

systemctl restart apache2.service

Jetzt kannst du Nextcloud einfach über deine IP-Adresse oder Domain im Browser aufrufen.

[deine-ip]/nextcloud/

Sollte ein eigener vhost für Nextcloud angelegt worden sein oder in einem Unterordner betrieben werden, so muss der zweite Teil des Befehls abgeändert werden, damit die Dateien im richtigen Verzeichnis landen.

Wichtig: Falls auf deinem Server bereits eine Website läuft, musst du beachten, dass der Inhalt in /var/www/html durch das Verschieben überschrieben wird.

Nextcloud Datenbank anlegen

Um eine Datenbank für Nextcloud anzulegen, muss du dich zunächst am eigenen MySQL Server als root anmelden:

mysql -uroot -p

Anschließend kann eine Datenbank für Nextcloud erstellt werden:

create database nextcloud;

Dann erstellst du noch einen neuen Datenbankbenutzer und erteilst ihm die nötigen Rechte mit:

CREATE USER nextcloud@localhost IDENTIFIED BY 'dein-passwort';
GRANT ALL PRIVILEGES ON nextcloud.* to nextcloud@localhost;
FLUSH PRIVILEGES;

Bei MySQL Abmelden:

exit;

Nextcloud konfigurieren

Über deine IP-Adresse oder Domain gelangst du zu deinem Nextcloud Welcome-View. Folgendes Bild sollte erscheinen:

Nextcloud Installer

Hier von oben nach unten folgende Informationen eintragen:

Benutzername: Frei wählbarer Benutzername für das Admin Konto. “admin”, “root” oder ähnliches sollte vermieden werden um es Angreifern nicht zu einfach zu machen.

Passwort: Frei wählbares Passwort. Es sollte wenigstens 8 Zeichen haben und aus kleinen und großen Buchstaben so wie mindestens einer Zahl und einem Sonderzeichen bestehen.

Datenverzeichnis: Hier den Pfad zum Ordner, in dem die Daten liegen sollen auswählen.

Es sollte am besten ein Ordner auf dem Datenträger gewählt werden, der sich außerhalb von deinem Nextcloud Installations-Verzeichnis befindet! So sind deine Daten sicherer aufgehoben und du hast es bei deinen Backups, Upgrades und Restores einfacher. Du solltest außerdem beachten, dass es nach der Installation, nicht ohne weiteres möglich ist dein Daten-Verzeichnis an einen anderen Ort zu verlegen. Es gibt von seitens Nextcloud keine Lösung für das Problem die offiziell supported ist. Zudem kann es praktisch sein, deine Daten auf einen anderen Datenträger zu legen, falls der Speicherplatz auf dem ersten Datenträger zu gering sein sollte.

Datenbank-Benutzer: “nextcloud” (So wie im letzten Schritt festgelegt)

Datenbank-Passwort: “mein_passwort” (So wie im letzten Schritt festgelegt)

Datenbank-Name: “nextcloud” (So wie im letzten Schritt festgelegt)

Server: “localhost”

Anschließend “Installation abschließen” anklicken.

Nextcloud ist jetzt fertig installiert. Es werden beim ersten Start Links zu den mobilen Apps gezeigt. Als Nächstes kannst du damit beginnen weitere User anzulegen und eine Ordnerstruktur je nach Usecase anzulegen.

Zusammenfassung

Mit Nextcloud ist es sehr einfach sich seinen eigenen Storage-Server zu erstellen. So hat man einen zentralen Speicherort für Dateien und Medien und kann diese von allen Geräten aus abrufen. Abgesehen von den Kosten für den Server an sich und gegebenenfalls Verbindungsgebühren des Providers, fallen hier keine weiteren Kosten an.

Warum nicht einfach mal ausprobieren? Bei gridscale kann man innerhalb von wenigen Sekunden einen eigene Server aufsetzen und das Tutorial ausprobieren. Erfahre jetzt mehr über unsere gridsclae High Performance Cloud Server.

Noch mehr Infos über die Funktionen von gridscale findest du in unserem How to gridscale.

Mit Nextcloud zum Cloud Storage Server Seine Daten überall und jederzeit zur Verfügung zu haben, ist heutzutage ganz einfach zu realisieren. Es gibt viele Cloud-Storage Provider die diesen Service für Jedermann verfügbar machen. Doch es ist nicht nur aus Datenschutzgründen sinnvoll, das ganze selbst unter Kontrolle zu haben. Alles was man dafür braucht ist ein […]

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