Cloud Hosting

vom gridscale Team

Cloud Hosting ist im weitesten Sinne ein Synonym für Cloud Computing und beschreibt die Bereitstellung von Hosting Services aus einem Rechenzentrum eines Cloud Providers. Cloud Hosting Services sind die Weiterentwicklung von sogenannten Legacy Hosting Services und unterscheiden sich in wesentlichen Punkten von diesen.

Cloud Hosting oder Dedicated Hosting?

Cloud Hosting ist die konsequente Weiterentwicklung der Hosting Bereiche Dedicated Hosting und Virtual Server Hosting (VPS). Dank moderner Virtualisierung haben sich Cloud Lösungen inzwischen zu einem echten Mehrwert gegenüber den sogenannten Legacy-Techniken entwickelt. Folgende Vorteile bietet modernes Cloud Hosting:

  • Beliebig komplexe Netzwerk Konfigurationen dank Software Defined Networking (SDN)
  • Rechenleistung lässt sich an beliebige Anforderungen in Echtzeit anpassen, ohne dass ein Neustart eines Cloud Servers erforderlich ist.
  • Es gibt keine vertragliche Bindung und damit kein Risiko für den Anwender. Der Anwender kann jederzeit entscheiden mehr oder weniger (bzw. gar keine) Rechenleistung zu beziehen.
  • Die Abrechnung von Rechenleistung erfolgt minutengenau nach Verbrauch, also ausschließlich Pay-per-Use.
  • Der Cloud Hosting Anbieter sorgt durch den Einsatz von hochwertiger Enterprise Hardware und durch Intelligente Verteilungssysteme bereits dafür, dass die Infrastruktur des Anwenders hochverfügbar ist.

Wie arbeitet ein Dedizierter Hosting Provider?

Ein Dedizierter Hosting Provider hat meist eine große Zahl dedizierter Server vorkonfiguriert (CPU, RAM und Festplatte) in seinem Rechenzentrum verbaut. Diese Server vermietet der Provider dann auf Basis eines Laufzeitvertrages. Übliche Vertragslaufzeiten liegen zwischen einem und 24 Monaten.

Nach einer Bestellung (meist über eine Art Shopsystem) wählt der Anbieter automatisiert einen passenden freien dedizierten Server und installiert diesen mit einem Betriebssystem. Nach Fertigstellung der Installation wird der Anwender per E-Mail informiert. Von diesem Zeitpunkt aus kann der Anwender den Server über das Internet erreichen und fernwarten.

Die Hardware selber besteht meist aus sogenannter Consumer-Hardware. Darunter sind Komponenten zu verstehen, die z.B. in normalen Desktop Rechnern zum Einsatz kommen und nicht für den 24/7-Betrieb in einem Rechenzentrum ausgelegt sind. Dabei geht es dem Anbieter um den Preisvorteil. Denn Consumer-Hardware kostet im Vergleich zu Enterprise-Hardware nur ein Bruchteil. Dadurch lässt sich erklären, warum ein dedizierter Server bereits für unter 100,00 Euro im Monat zu mieten ist.

Die Einsparungen des Anbieters bei der Wahl von Hardware gehen allerdings zu Lasten der Zuverlässigkeit. So fehlen häufig redundante Netzteile, ECC-Speicher und ein Kühlsystem, dass für den 24/7 Betrieb in einem Rechenzentrum ausgelegt sind. Bei Festplatten greifen die Anbieter häufig zu sogenannten „Green Models“, die nur mit geringer Geschwindigkeit drehen. Dadurch kann der Anbieter erhebliche Mengen an Strom einsparen, allerdings leider der Anwender unter deutlich langsameren Zugriffsgeschwindigkeiten auf seine Daten.

Insbesondere wenn man dedizierte Server mit modernen Cloud Services vergleicht, ergeben sich eine Reihe von Nachteilen:

  • Fällt eine Hardware aus, entsteht eine lange Ausfallzeit. Denn der Anbieter muss zunächst die Hardware ersetzen, um einen Defekt zu beseitigen.
  • Die Rechenkapazitäten sind limitiert auf einen physikalischen Server. Eine Anwendung kann keine zusätzlichen CPU- oder RAM-Kapazitäten anfordern.
  • Die Vertragslaufzeit eines dedizierten Servers ist unflexibel.
  • Private Netzwerke zwischen mehreren dedizierten Servern sind nicht möglich.
  • Die Rechenkapazität ist statisch und es fällt schwer, den tatsächlichen Bedarf zu treffen.

Der entscheidende Vorteil eines Cloud Hosting Anbieters ist, dass er bedarfsgerechte Rechen- und Speicherkapazitäten bereitstellt und diese Kapazitäten zu jeder Zeit an einen anderen Leistungsbedarf angepasst werden können. Durch intelligente Verteilungsalgorithmen innerhalb eines Cloud Systems stellt der Anbieter zudem sicher, dass der sogenannte Workload eines Anwenders möglichst gut auf der Cloud verteilt werden. Die Wahrscheinlichkeit eines Ausfalls wird dadurch stark reduziert.