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Swap Partition Größe

vom gridscale Team

Einführung

In diesem Artikel erfährst du, was es mit einer Swap Partition unter Linux auf sich. Welche Größe sollte eine Swap Partition haben oder wann kannst du auf eine Swap Partition verzichten?

Was ist Swap?

Eine Swap Partition – oder zu deutsch eine Auslagerungsdatei / Auslagerungspartition – ist eine art vergrößerter Arbeitsspeicher. Dieses Konzept steht sowohl unter Windows (Pagefile / Pagefile.sys) als auch unter Linux (Swap) oder BSD-Derivaten zur Verfügung. Das große Konzept ist immer identisch: Geht der RAM in einem System zu Neige, so fängt der Kernel an den nicht so häufig benutzten Arbeitsspeicher auf den Swap auszulagern. Da ein Swap Speicher in der Regel aus normalen Festplatten erstellt wird, ist er um ein Vielfaches (10.000-faches) langsamer als normaler Arbeitsspeicher. Da der Kernel weiß, dass ein Zugriff auf den Swap Speicher deutlich langsamer ist, versucht er diese Zugriffe möglichst effizient zu gestalten. Dafür werden im Normalfall nur solche Arbeitsspeicher-Bereiche in den Swap verlagert, die selten (oder gar nicht) gelesen werden.

Verschiedene Speicherorte für deinen Swap

In den gängigen Systemen gibt es zwei Möglichkeiten, einen Swap Speicher zu verwenden. Unter Windows gibt es das sogenannte „pagefile.sys“ welches im Regelfall auf der Systempartition direkt in einem der Systemverzeichnisse abgelegt wird. Die Größe der Datei bestimmt Windows dynamisch an verschiedenen Parametern, kann aber individuell in den Systemeinstellungen auf eine maximale Größe limitiert (oder deaktiviert) werden. Außerdem kann der Speicherort des pagefile.sys beeinflusst werden.
Unter Linux gibt es die sogenannte Swap Partition. Hierbei handelt es sich um eine eigene kleine Partition die vom Linux Kernel direkt RAW adressiert werden kann. Damit der Linux Kernel die Swap Partition erkennt, schreibt das Kommando „mkswap“ einen Header in das RAW Device, den Rest übernimmt der Linux Kernel. Was oftmals nicht bekannt ist, Linux erlaubt anstelle einer Partition auch eine Datei (ähnlich zu Windows mit dem pagefile.sys) als Swap Speicher. Sowohl die Swap Partition als auch die Swap Datei wird in der Konfigurationsdatei /etc/fstab angegeben, wobei die Größe jeweils durch die Partition oder die erstellte Datei bestimmt wird.

Zusammenfassend: Es gibt zwei relevante Speicherorte für Swap / Auslagerungsspeicher. Entweder wird eine Datei erstellt (z.B. unter Windows pagefile.sys) oder es wird eine eigene Partition auf der Festplatte verwendet. In den Systemeinstellungen von Windows kannst du Speicherort und Größe beeinflussen, unter Linux legst du den Speicherort in der Datei /etc/fstab fest und bestimmst die Größe über die Partition bzw. die angelegte Datei.

Swap konkurriert mit anderen Ressourcen in deinem System
Jedes Bauteil eines Computers hat eine primäre Aufgabe. Der Prozessor rechnet, der Arbeitsspeicher stellt temporären und sehr schnellen Speicher zur Verfügung und die Festplatte sorgt für eine sichere sowie langfristige Speicherung von Daten. Viele Komponenten eines Computers können für andere Zwecke zusätzlich eingesetzt werden, allerdings geht dies immer mit Einschränkungen einher. Soll ein Arbeitsspeicher zum Beispiel langfristig Daten speichern, so darf der Computer niemals seinen Strom verlieren. Sonst sind die Daten unwiderruflich verloren. Soll die Festplatte als Arbeitsspeicher fungieren, so muss der Anwender damit leben, dass die Speicherzugriffe des Prozessors und damit die Geschwindigkeit des Computers sich drastisch verlangsamen.

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