Nextcloud Backup und Update

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Nextcloud Backup und Update

Filehosting nextcloud Ubuntu

Upgrade Time! Nextcloud 12.0.5 ist da

Die aktuelle Version von Nextcloud 12.0.5 kommt mit einigen wichtigen Änderungen daher. Wie bei den bisherigen Updates, liegt der Fokus von Nextcloud auch hier bei Security und Stabilität. Daher lohnt sich ein Upgrade bzw. ein Wechsel auf die neue Version 12.0.5 in jedem Fall. Eine komplette Übersicht der neuen Fixes könnt ihr euch im Nextcloud Server Changelog anschauen. Nextcloud ist eine sehr umfangreiche Open-Source-Software, mit der du deinen eigenen Cloud-Storage einrichten kannst. Unabhängig von den Big Playern wie Dropbox und Co., kannst du deine Nextcloud völlig frei und ohne nervige Limits und Datenschutz-Bedenken betreiben.

Im ersten Teil dieses Artikels zeigen wir dir, wie du ein sicheres Backup deiner Cloud anfertigst. Damit bist du auf der sicheren Seite, falls beim Update etwas fehlschlagen sollte. Und im zweiten Teil wird gezeigt, wie du deine Nextcloud manuell upgradest.

Solltest du noch keine eigene Nextcloud haben und trotzdem auf diesem Artikel gelandet sein, erfährst du hier wie man Nextcloud installiert:

Eigenen Nextcloud-Server auf Ubuntu 16.04 LTS installieren

Vorbereitungen

Wartungsmodus aktivieren

Bevor du dein Backup startest, solltest du Nextcloud in den Wartungsmodus versetzen.

sudo -u www-data php occ maintenance:mode --on

Der maintenance:mode verhindert, dass es zu Inkonsistenzen bei deinen Daten kommt, schließt aktive Sessions und verhindert neue Logins.

Wenn du sehr vorsichtig sein willst, kannst du zusätzlich noch deinen Server in den maintenance:mode versetzen. Ändere dafür die die Datei config.php in deinem Nextcloud Verzeichnis unter config/config.php. Setze den Wert „maintenance“ => false auf „maintenance“ => true. Denk aber daran den Wert am Ende wieder umzustellen. 😉

Nextcloud Backup

Nextcloud Daten sichern

In diesem Schritt sichern wir das Wichtigste, dein Nextcloud Daten-Verzeichnis.
Wechsel hierfür in dein Webroot-Verzeichnis, wo sich deine Nextcloud Installation befindet:

cd /var/www/html/nextcloud

In der Datei config.php im Unterordner config/ ist der Pfad zu deinem Datenverzeichnis hinterlegt. Schau einfach kurz mit nano nach, welcher Pfad bei dir unter ‚datadirectory‘ hinterlegt ist:

nano /var/www/html/nextcloud/config/config.php

Wenn sich dein Daten-Verzeichnis außerhalb deines Nextcloud Installations-Ordner befindet, brauchst du gar nichts weiter zu machen, da dieser Ordner vom Upgrade unberührt bleibt.

Für den Fall, dass sich deine Daten im Installations-Ordner befinden, musst du diese jetzt sichern.

Verpacke deine Daten einfach in ein tar-Archiv und lege es unter root ab:

tar cvzf /root/nextcloud-data`date +"%Y%m%d"`.tar.gz /deine/datadirectory/

 

Nextcloud Config sichern

Danach erstellst du ein Backup von deiner Nextcloud config.php Datei.

Wir schieben die Datei einfach nach root, führe dazu folgenden Befehl aus:

cp /var/www/html/nextcloud/config/config.php /root/

 

Nextcloud Datenbank sichern

Im letzten Schritt erstellst du ein Backup der Nextcloud-Datenbank.

Den Namen deiner Datenbank kannst du mit folgendem Befehl herausfinden:

mysql -u root -p -e "show databases"

Nach Eingabe deines root-Passwort für MariaDB/MySQL solltest du in etwa eine Übersicht wie diese sehen:

Nextcloud Database Backup

Wie du sehen kannst, heißt die Datenbank in unserem Fall standardmäßig Nextcloud.
Mit dem mysqldump utility kannst du ein Backup deiner Datenbank anfertigen.

mysqldump -u root -p dein-datenbank-name > ~/nextcloud.sql

Dieser Befehl erstellt ein dump file deiner Datenbank mit dem Namen nextcloud.sql und legt es in deinem root-Verzeichnis ab. Falls irgendetwas beim Upgrade schief läuft, kannst du damit deine Nextcloud-Datenbank wiederherstellen.

Nextcloud upgraden

Check! Alle Daten in Sicherheit! Jetzt können wir uns die aktuellste verfügbare Version von Nextcloud laden. Derzeit ist das Nextcloud Version 12.0.5.
Wechsel wieder zurück in dein root-Verzeichnis und lade Nextcloud herunter:

wget https://download.nextcloud.com/server/releases/nextcloud-12.0.5.zip

Und unzippen:

unzip nextcloud-12.0.5.zip

Anschließend musst du deinen Webserver stoppen.

Apache mit:

/etc/init.d/apache2 stop

NGINX mit:

service nginx stop

 

Jetzt benennst du dein altes Nextcloud-Verzeichnis um:

mv /var/www/html/nextcloud/ /var/www/html/nextcloud-old

und kopierst deine neue Nextcloud ins Webroot:

cp -Rv nextcloud /var/www/html/

Danach musst du noch deine gesicherte config.php Datei in den neuen Nextcloud Ordner schieben:

cp /root/config.php /var/www/html/nextcloud/config/

 

Wenn du deine datadirectory unter Nextcloud/ hattest, musst du auch diesen Ordner wieder zurück kopieren.

tar xvzf [dein-nextcloud-data-backup.tar.gz] -C /var/www/html/nextcloud/

Solltest du irgendwelche 3rd-Party Applications genutzt haben, schaue im neuen Ordner unter nextcloud/apps/ nach ob diese da sind. Wenn nicht, kopiere diese einfach aus deinem alten apps/ Verzeichnis in das neue.

Setze die Ordner-Berechtigungen noch einmal explizit für deine Installation und deine datadirectory mit:

chown -R www-data:www-data /var/www/html/nextcloud
chown -R www-data:www-data [/deine/datadirectory]

Und restarte den Webserver.

Apache:

/etc/init.d/apache2 restart

NGINX:

service nginx restart

Bereit zum Upgraden?

Im letzten Schritt startest du das Upgrade unter Verwendung von occ.

Wechsel in dein neues Nextcloud-Verzeichnis und starte das Upgrade mit folgendem Befehl:

sudo -u www-data php occ upgrade

Der Update-Prozess dauert je nach Größe deiner Installation von wenigen Minuten bis zu einigen Stunden. Wenn alles gut läuft, siehst du am Ende des Upgrades eine Success-Message, andernfalls teilt dir eine Error-Message mit was schief gelaufen ist.

Geschafft? Dann log dich in deine Cloud ein und überprüfe im Admin-Bereich ob deine Einstellungen korrekt übernommen wurden. Du solltest hier außerdem deine neue Versions-Nummer sehen. Überprüfe auch ob alle dein Apps und third-party Apps aktiviert sind.

Sollte Nextcloud dir eine Error-Message ausgespuckt haben, kann dir hoffentlich dieses Troubleshooting weiterhelfen.

Fazit

Das manuelle Upgrade bedeutet natürlich ein wenig mehr Aufwand, aber so hast du auch die maximale Kontrolle. Wer es dagegen etwas komfortabler mag kann auf den built-in updater zurückgreifen, dieser funktioniert mittlerweile sehr gut und eignet sich für alle, die keinen root-Zugriff oder kleine Setups betreiben.

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Have Fun! 🙂

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